Mein Theater 1-10 |
Im Archiv
Double Feature 31/25
Seit über 30 Jahren sammle ich die Programmhefte der Aufführungen, die ich besuche – das “Archiv” füllt inzwischen einen sehr großen, eigens angefertigten Schrank, es sind bestimmt an die 800 Exemplare. Schon von daher bin ich kein großer Freund von rein digitalen Programm-Features – Theater Print should survive!
Bereits während der aufführungsfreien Covid-Zeit habe ich erstmals über meine “Allzeit-Theater-Höhepunkte” nachgedacht – über die Aufführungen, die mich nachhaltig und bis heute geprägt, bewegt und beeinflußt haben. In diesem Sommer habe ich diese “Mein Theater 1-10”-Liste noch einmal aktualisiert – hier ist sie für euch, zur Sommerlektüre, zu lesen am Stück oder in mehreren Teilen, der Sommer dauert ja noch mehrere Tage…
Main Feature
Mein Theater 1/10 – Fangen wir an mit Robert Wilson, klar. Zum Glück gab es in Berlin das „Theater der Schulen“: Billigkarten für kulturwillige Schüler. Von letzteren nicht sooo viele in meinem Jahrgang, daher oft „Daniel im Kartenglück“. So auch 1990, Theatertreffen Berlin, Gastspiel Thalia Theater aus Hamburg, am Schillertheater (das war damals noch offen und nicht abgewickelt). Von der U-Bahnstation „Ernst-Reuter-Platz“ bis zum Haus, 500m, eine dichte Schlange mit „Suche Ticket“ Schildtragenden. Da war mir schon klar, dass wohl gleich etwas Besonderes passieren würde auf der Bühne in der Bismarckstrasse.
Und so geschah es – mein erstes Eintauchen in die Theatermagie von Bob Wilson. Freischütz-Geschichte, Texte vom Beat-Poeten Burroughs, Musik vom Suffi-Melancholiker Tom Waits – und die visuelle Magie von Wilson. Schwarze Kisten, die zu grossen Lichtquadraten wachsen, ein Zeitlupe surrende Gewehrkugeln, der Pakt mit dem Teufel, kongenial gespielt von Dominique Horwitz. Darsteller als Maschinen, Freiheit durch Mechanik, maschinelles Freischaufeln von Texttiefen. Abstraktion und Pathos, das verbindet keiner so genial wie Wilson und hier wurde das Genre des Wilson-Musicals geboren.
„There is a light in the forest, there is a face in the tree, I will pull you out of the chorus, and the first one is always free“.
Keinen Regisseur habe ich seitdem so oft besucht, keinem bin ich so konstant gefolgt – etliche Geniestreiche, einige missglückte Designdeko-Installationen, dramaturgisch verhuscht. Aber ein Nordstern meiner Theater-Manie, das ist „Bob“ seit diesem Theaterschul-Besuch 1990 ohne jeden theatralischen Zweifel.
Und so war es 2014 ein nochmaliges Erlebnis, die Wiederaufführung eines seiner „Ur-Werke“ erleben zu dürfen: „Einstein on the Beach“. Minimalismus-Musiker P. Glass, die Abstraktion, Bewegungs-Maschinerie in seiner Reinform. Die sich wahnvoll wiederholenden Texte des Autisten Christopher Knowles und die schwindelig mitziehenden Choreographien von Lucinda Childs. Da war ich dann endlich vorgedrungen zum Kern der Wilson-Welt. Ein Kreis-Schluss, für immer. R.I.P Robert Wilson

Mein Theater 2/10 – 1986, Jugend, einen Scout-Schulranzen hatte ich nicht mehr, aber Orangensaft aus der Pyramiden-Tüte. Und hin und wieder Schulausflug ins Grips. Grips-Theater, die bühnengewordenen 68er, gepaart mit einem ordentlichen Schuss Sozialpädagogik. Mitten im Hansa-Viertel Berlin und gegründet von dem verehrenswerten Theater-fürs-Volk-Veteran Volker Ludwig. Gesellschaftliche Haltung und soziale Verantwortung auf der Bühne, aber nicht mit Brechstange und Zeigefinger, sondern Spielfreude, Musik, Mitmachen.
Und dann eben 1986 der Grosserfolg des Hauses: Fahr´mal wieder U-Bahn „Linie 1“ – das Musical. Provinzgirlie kommt am Zoo an, fährt mit der U-Bahn auf und ab und erlebt Berlin. West-Berlin. Die U-Bahn ging damals noch bis zum Schlesischen Tor, nicht weiter. Wilmersdorfer Witwen, Imbissbude am Zoo und – Wo gehtsn hier nach Kreuzberg? In echt war ich erst 1 Jahr später das erste mal am Kotti, als Reinickendorfer Behütet-Kind, aber hier am Hansaplatz bereits jetzt mitgerissen von Songs und Spielfreude.
Geht nur im Grips – genauso wie die berührende und ebenfalls mit Songs brechtsch aufgeladene Szenenfolge über das Leben der Jüdin und Berlinerin Inge Deutschkron, „Ab heute heisst du Sara“. Geschichte menschlich und aufrüttelnd, geht nur im Grips.
Vor einigen Jahren wieder mit meinem Patenkind in der „Linie 1“, 30 Jahre später. Noch immer der gleiche Elan, die begeisterten Augen der Jugendlichen – die danach auf ihren Phones rumtipseln. Und das andere Patenkind in einer eigenen Schulaufführung von „Ab heute heisst Du Sara“ bewundert. Grips geht immer und muss bleiben.

Mein Theater 3/10 – Schaubühne am Lehniner Platz. Vor Thomas Ostermeier als Intendant. Ein radikales Experiment über Theaterkollektive und Gleichbehandlung. Zunächst. Dann der charlottenbürgerliche Kult um Schauspieler, Regisseure, Bühnenbilder. Noch heute schallen Stossseufzer durch die Paris Bar und das Manzini Restaurant, wenn man Inszenierungen aus dieser Ära anspricht.
Ich jedenfalls hatte nie zuvor so in sich geschlossene, oft naturalistisch und immersiv (damals kannte ich das Wort noch nicht) auf eine Bühne gestellte Inszenierungen gesehen.
Otto Sander, Udo Samuel, Peter Simonischek, Jutta Lampe, Imogen Kogge, Swetlana Schönfeld – grosser Stil, Schaubühnenstil. In den guten Momenten dramaturgisch präzisest gearbeitete (Programmhefte wie Bücher), thematisch tiefgründige und ästhetisch sicher aufgestellte Stücke. Bürgerliche Selbstvergewisserung als Vorspiel zu 2 Flaschen Rosso im „Ciao, Ciao“ gleich gegenüber in den schlechten Momenten…
Für mich waren die damaligen Abende ein besonderer Ausflug mit meiner Mutter als Begleitung, etwas, wofür man sich Zeit nahm und „zurecht machte“. Ästhetisch klingen viele der Momente dieser Inszenierungen in mir nach – wie etwas, das mich damals sehr beeindruckt und von dem ich mich später wieder emanzipieren musste – geprägt haben sie mich definitiv.
Besonders zwei Inszenierungen von Luc Bondy: 1992 „Schlusschor“ von Botho Strauss (vor seinem „Bocksgesang“-Nationalismus-Drifter, anybody remember?) – Deutsche Wiedervereinigung trifft griechische Mythologie. Platons Höhlengleichnis, perfekt gearbeitete Konversationen, die plötzlich mythologische Themen wie Gräben aufreissen und aus dem Beiläufigen das Ewiggültige herausziehen. Und dass Jutta Lampe am Ende den Bundesadler besteigen und meucheln musste, na gut, das habe ich fast schon wieder vergessen.
Oder 1994 Peter Handkes Stück ohne Worte – „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“. Szenen auf einer Piazza. Passanten, Kommen und Gehen. Schnell aufeinanderfolgende Momente, Miniaturen – auch hier wieder das Grosse im Kleinen.
Wieviel Wohlfühl-Schauer und wieviel echte Erschütterung und Verunsicherung muss das Theater seinen Zuschauern zumuten? In den Achtzigern und Neunzigern haben mich die Schaubühnen-Antworten auf diese Fragen auf eine Reise geschickt – auch wenn ich heute andere geben würde. Ciao, ciao!

Mein Theater 4/10 – „Engel in Amerika“ von Tony Kushner. Trauer findet einen Ort, Angst gesteht sich ein und Orientierung wird gefunden. Das kann Theater und konnte es besonders 1995 im Deutschen Theater. Intendant Thomas Langhoff hatte ein breit und klassisch gefächertes Repertoire von Lessing, Hoffmannsthal, Schiller am Haus in der Reinhardtstrasse zusammengestellt. Etabliertes Postwende-Theater.
Und dann die Uraufführung dieses Stücks von Tony Kushner, das sich zum Klassiker entwickeln sollte.
Aids, Reagan, Roy Cohn, eine reale Figur, der heterosexuell schwule Mafia-Anwalt, der an Aids stirbt, Prior und Louis, der eine positiv, der andere läuft davon. Joe, der Mormone, der seinen Weg zu Louis findet. Engel, Halluzinationen, Trauer, Herkunft und Wiederkehr.
In einer souveränen Inszenierung von Dieter Giesing, dem westtheatralen Regie-Grossmeister.
Mich hat diese perfekt verschachtelte Szenenfolge sofort in den Bann gezogen, viele Dinge, von denen ich zu dieser Zeit befragt und bewegt war, standen hier plötzlich mit auf der Bühne. Ermutigt war ich nach diesem „Engel“.
Und als mir mein hin und wieder bitterlich weinender Sitznachbar nach der Vorstellung erzählte, dass sein Partner vor einem Jahr an eben Aids gestorben war – da wusste ich um die abstrahierende, tröstende und kräftigende Rolle, die dieser Theaterabend gerade in meinem Theaterleben gespielt hatte….

Mein Theater 5/10 – 2001, am Ende eines weltpolitisch einschneidenden und persönlich erschütternden und verlustreichen Jahres. Und dann Michael Thalheimers Lessing-Excercise am Deutschen Theater. Ja, schon einmal hatte ich seine Skelettierungs-Dramaturgie gesehen, Theatertreffen, aus Hamburg, „Liliom“.
Aber so auftrumpfend, hypnotisierend, zwingend wie hier und jetzt, bei „Emilia Galotti“ war der Redux noch nicht zu erleben gewesen. Text kondensiert, Gesten minimiert, Bühne abstrahiert. Alles wie kurz vorm Explodieren, Text und Gesten wie Peitschenhiebe, maschinell freigelegt wie zum Neuentdecken, in diesem Aspekt sehr nah an Robert Wilson.
Endlos sich im Kreise drehende Walzer-Musik – „In the Mood for Love“ von Wong Kar Wai.
Nina Hoss, Ingo Hülsmann, Regine Zimmermann, Sven Lehmann. Da ging eine neue Ära auf am DT, da wurde ein neuer Zugriff auf die Klassiker der Moderne erprobt und etabliert.
Zum Finale fliegen bei Thalheimer die seitlichen Schwingtüren des Bühnenbilds auf, ein vielköpfiges Walzerensemble flutet den Raum und zieht die dem Tode geweihte Emilia einfach mit sich. Vorbei das Kondensat, Leere. Begeisterung – und zum Schlussapplaus endlich ein Ort für Trauer um einen viel zu früh gestorbenen Studienfreund, meinerseits tränenreich…

Mein Theater 6/10 – Christoph Marthaler, natürlich. Der Meister des melancholischen Abwartens, der Zwischenräume, der Zeitdehnung. Gestartet in der Volksbühne Berlin „Murx den Europäer,….“ usw. Mir war das anfangs alles zu sehr Attitüde, legte mir zu wenig über das Wesen Zeit, das Warten frei.
Bis dann 1997 die magische Verbindung von Horvath und Marthaler zu diesem „Kasimir und Karoline“ vom Schauspielhaus Hamburg führte. 1920er Jahre, Oktoberfest, Menschen, abgebaut, Träume, entsorgt, Sehnsucht, hartnäckig und in der Mitte des typisch Horvathschen Elendspanorama Kasimir und Karoline. Der auf den Punkt besetzte Josef Bierbichler als sanftmütige Rohgewalt, Olivia Grigolli als forderndes Sehnsuchtswesen. „Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich – aber dann kehrt man zurück mit gebrochenen Flügeln und das Leben geht weiter, als wär man nie dabei gewesen“. Und der Zeppelin kreist über den Zurückgebliebenen. Marthalers Abwarte-Stil passte kongenial zu diesem Stück, das Bühnenbild von Anna Viebrock war auf den realistisch/surrealen Punkt.
In der Mitte ein Kaiserpanorama, Guckschlitze für Sehnsüchtige. Aus ebendem am Ende des ersten Teils kleinwüchsige Statisten herausbrechen und erschauernd schön die Barcarole von Offenbach singen (Schöne Nacht, Du Liebesnacht…..), dabei die Darsteller umkreisend.
Marthaler-Magie, das war sie. Oft nur noch mühselig reproduziert, aber wenn ich jemandem beschreiben müsste, was das Hier und Jetzt von Raum, Zeit, Wort und Klang im Theater eben ist – ich würde diesen wunderbaren, erschütternd vielschichtigen Theatermoment erwähnen.

Mein Theater 7/10 – Anton Tschechow. Anton. Tschechow. Ist der Autor, in den ich mich den letzten Theaterjahrzehnten ungezählt oft gestürzt habe. Mal melancholisch, zum Aufbruch rufend. Mal sarkastisch , nach Wahrhaftigkeit suchend.
Konversationen, Situationen, Konstellationen, in denen das Leben steckt, unser Leben. Ist oft gemacht worden, wird immer gemacht werden, der Anton T. Zum Beispiel „Onkel Wanja“.
Und dann machte ihn 2007 Jürgen Gosch. In der letzten Phase seiner Regie-Karriere, keine Kompromisse mehr, Klarheit, Freiräumen, Text, Raum, Spieler. Und was für ein Raum – leicht nach vorne gerückter Kein-Entkommen-Lehmbunker von Johannes Schütz. Und was für Spieler, Constanze Becker, Ulrich Matthes und Jens Harzer. Kein Auf- und Abtreten, alle präsent, gestalten in jeder Sekunde. Das Wesen des Spiels freigelegt, die in Perfektion gearbeitete Dramaturgie des Stücks so klar und erschütternd vor einem wie noch nie. Ein Freiräumen des Wesens Theater gelang da dem DT, wie oftmals in diesen Jahren. Gosch war damals bereits sterbenskrank, sein Stil der letzten Jahre wirkt im Nachhinein wie ein „keine Zeit mehr haben für nichts Anderes als Wahrhaftigkeit“. Was für eine traurige Sternstunde des Theaters…

Mein Theater 8/10 – Endspurt. Natürlich noch mit diesem hier: Pollesch, Rene. Der in dauerndem Fluss produzierende Charmebolzen unter den Postdramaturgen. Konversationstheater auf Speed, Thesenmaschine von Derrida bis Zizek, Meister der Bühnenüberraschungen, die aus dem Kleinen das Grosse herausholen.
Eine Masche, na klar, aber eine, die sich viel und oft reproduzieren lässt – und verschiedenste Ebenen hat, zwischen denen geneigte Zuschauer permanent hin- und hersurfen können. Antikapitalimus-Kritik, genau – Filmhistorie, ah ja – Theatertheorie, ach so – Beziehungs-Gedöns, why not.
Das braucht keine Phrasenaufsager, sondern Hochpräzise-Spieler. So wie den drahtig/präzisen/frohgemuten Fabian Hinrichs. Der sich 2012 in „Kill your darlings! The streets of Berlidelphia“ (bitte fragen Sie NIE nach tieferen Gründen bei Pollesch-Stück-Titeln) mit Bewegungschor und im Stretch-Outfit von der Bühnendecke seilt und über die Kälte des Postkapitalismus fabuliert – oder über Brechts Verfremdungseffekt, dabei den Mutter-Courage-Wagen über die Bühne zerrt, im Leinenkleidchen. Oder im Oktopuskostüm das Publikum um Liebe ansaugt.
Polleschs Stücke fangen nie recht an und hören nie recht auf – sie sind eine wildverrückte Reflexion der Zeiten, in denen wir leben und der Umstände, denen wir uns aussetzen. Ohne, dass man darüber verzweifeln müsste. Aber eine Frischzellen-Kur für das dramaturgisch hungrige Theatergemüt sind seine Abende oft gewesen, sehr oft. R.I.P René Pollesch

Mein Theater 9/10 – Er konnte unglaublich nerven, der Christoph Schlingensief. Sein Agitprop, seine Aktionen, seine die Betrachter anspringenden Radikalperformances. Aber einzigartig, zwingend und zwanghaft war vieles, was er von Berlin über Bayreuth und Venedig bis zum Wolfgangssee aufstellte. Helmut Kohl töten, Terror 2000 und Parsifal. Die theatergewordene Fortschreibung von Beuys war er, ein Unikum.
Und dann wurde bekannt, dass er an Lungenkrebs erkrankt war, für ihn die ultimative narzistische Kränkung. Warum ich, warum jetzt schon? So brachte er 2008 als logische Konsequenz ein Fluxus-Oratorium in den zur Kirche umgebauten Bühnenraum – „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“.
„Wir gedenken des zukünftig Verstorbenen, der vieles leisten wollte, kaum dass er schon wieder weg war“. Margit Carstensen und Angela Winkler als Hohepriesterinnen, eine zwergwüchsige Kardinälin, Messdiener, alles da. Parsifal traf Beuys, der wesende Dürer-Hase zum Wagner-Klang, dazu der wimmernde Christoph auf Leinwand: „Nicht berühren jetzt….“ Erschütternd war das in seiner Anmassung und Ehrlichkeit gleichermassen, in der Verwundung hatte Schlingensiefs Arbeit plötzlich eine Durchlässigkeit und – da sind wir wieder – Wahrhaftigkeit gefunden. Man wusste: Danach kann nichts mehr kommen. „Wer seine Wunde zeigt, wird geheilt“ – Beuys sagte es, Schlingensief hoffte es.

Mein Theater 10/10 – Finale. Mit Oscar Schlemmer und Peter Brook. Schematiker der Eine, Ortsform, Mensch, Gattung, Sprache, Musik, Tanz. Theater in der Mitte, aber aus vielen Schattierungen zusammensetzbar und zusammengesetzt in meinen bisherigen Theaterjahren. Vieles möglich, vieles passend.
Asket der Andere: «Ich kann jeden leeren Raum nehmen und ihn eine nackte Bühne nennen. Ein Mann geht durch den Raum, während ihm ein anderer zusieht; das ist alles, was zur Theaterhandlung notwendig ist.» – So heissts im 1968 erschienenen “Der leere Raum“. Schlichter und gleichzeitig komplexer kann man Theater nicht verstehen. Laut, derb, äusserlich geht bei Brook nicht – dafür viel Beschäftigung mit anderen Theaterkulturen, Exotismen.


Side Feature
Zum Schluss eine Stichwort-Liste: Hier, Jetzt, Raum, Bewegung, Maschine, Mensch, Pathos, Wahrhaftigkeit, Trauer, Haltung, Transzendenz, Trost. Theater.
Viele Begriffshaken, an denen sich das Theater, mein Theater der Zukunft anhängen kann und muss. Gedanken, nicht nur sommerlich. Aber gerade deshalb weiterhin: Froher Sommer!
Next Feature
„Double Feature” kehrt Anfang September zurück von den Salzburger Festspielen.
Ich werde berichten…
with cultural regards,
